7 Tipps für WWOOF in Neuseeland Was du für das perfekte Farmerlebnis beachten solltest

| 19. April 2016 | 0 Kommentare

WWOOF ist eine tolle Möglichkeit, um fernab des Alltags neue Erfahrungen zu sammeln und den Horizont zu erweitern. Besonders in Neuseeland ist diese Art der Farmarbeit, auch bei Backpackern, sehr beliebt. Während man als Gast auf einem Biohof mithilft, bekommt man die Gelegenheit das Land intensiv kennenzulernen, seine Sprachkenntnisse zu verbessern und praktische Erfahrungen im landwirtschaftlichen Bereich zu sammeln. Dabei schont WWOOF auch noch das Konto, da man für Unterkunft und Verpflegung arbeitet und so nahezu keine Ausgaben hat. Damit du bei den Vorbereitungen für deinen WWOOF-Aufenthalt in Neuseeland nichts vergisst, haben wir hier die wichtigsten Tipps gesammelt.

Farmarbeit auf dem Feld beim Sojabohnen-Anbau

Zahl 1Überlege rechtzeitig, wie du WWOOFen möchtest

Wenn man sich dafür entscheidet, auf Biohöfen in Neuseeland zu arbeiten, ist eine Mitgliedschaft bei WWOOF sicherlich der Königsweg. Für eine Gebühr von $40,00 bekommt man eine Liste von Biohöfen in ganz Neuseeland, die auch Adressen und Kontaktdaten enthält. Wer diese Gebühr gerne sparen möchte, kann sich aber auch nach Alternativen umschauen und auf verschiedenen Internetseiten stöbern. Auf Seiten wie Backpackerboard.co.nz werden regelmäßig WWOOFing-Möglichkeiten ausgeschrieben, die man allerdings unter allen anderen Angeboten von Hotels, Bars und Restaurants erst einmal finden muss. Eine weitere Alternative wäre natürlich die Suche auf eigene Faust, zum Beispiel nach Biohöfen oder Projekten, die man dann direkt kontaktiert. Auf diesem Weg ergeben sich oftmals sogar spannendere und individuellere Jobs als auf den klassischen WWOOF-Farmen.

2_kleinWWOOFe nach deinen Interessen

Beim WWOOFing hat man die Chance, etwas ganz Neues zu erleben, Erfahrungen zu sammeln und sich weiterzuentwickeln – all das fernab vom Alltag. Daher solltest du diese Chance auskosten und am meisten für dich persönlich herausholen. Was wolltest du schon immer mal ausprobieren? Was macht dir Spaß? Je nachdem, wofür man sich interessiert, kann die Arbeit mit Tieren, auf dem Feld, im Garten oder auf einem Weinberg genau richtig sein. Aus den zahlreichen Möglichkeiten, die es in Neuseeland gibt, solltest du dir unbedingt etwas aussuchen, was dich interessiert. Denn dann hast du auch mehr Spaß bei der Arbeit und nimmst mehr aus der Zeit mit.

3_kleinMach dir Gedanken zum WunschortFüße hochlegen beim WWOOF, Farmarbeit in Neuseeland

In Neuseeland kann man buchstäblich überall WWOOFen. Der WWOOFing-Pionier bietet angehenden Farmarbeitern nahezu unbegrenzte Möglichkeiten, seine Auslandszeit zu gestalten. Man hat sozusagen die Qual der Wahl, die man keinesfalls leichtfertig treffen sollte. Denn der Standort der Farm ist ausschlaggebend dafür, was du erleben kannst. Man kann sich bei Farmen melden, die völlig abgelegen in den Bergen, oder aber nah an einer Stadt liegen. Man kann mit Ausblick auf wunderschöne Strände arbeiten oder inmitten von traumhaften, uralten Farnwäldern. Damit dein Farmaufenthalt eine ganz besonders schöne Zeit wird, solltest du dir Gedanken dazu machen, wo du gerne arbeiten möchtest und deine weiteren Planungen daran ausrichten.

4_klein Überlegungen zur passenden Jahreszeit

Wie der Standort beeinflusst auch die Zeit deiner Farmarbeit ganz entscheidend deine Möglichkeiten und Erlebnisse. Vor allem im Wein- und Gemüseanbau kann es den entscheidenden Unterschied machen, ob man im Sommer oder im Winter hilft. Schließlich kann nur zu bestimmten Jahreszeiten geerntet oder gepflanzt werden. Je nachdem, für welche Arbeit man sich  interessiert, sollte man entsprechend vorausplanen. Denn während im Winter beispielsweise 2 bis 3 Wochen für Bewerbungen reichen sollten, bewirbt man sich für Jobs in den beliebten Sommermonaten idealerweise schon 4 bis 6 Wochen zuvor.

5_kleinBleib beharrlich

In Neuseeland bei der Farmarbeit mit anpacken

WWOOFing ist mittlerweile relativ populär geworden, gerade in Neuseeland. Das bedeutet, dass man auch mit Konkurrenz rechnen muss, wenn man sich auf ein interessantes Angebot bewirbt. Bleib also beharrlich, wenn du eine Farm gefunden hast, auf der du gerne arbeiten würdest. Frag nach, ruf nochmal an, schreib noch eine Email, biete einen Skype-Call an. Letztlich ist ein Job auf einer WWOOF-Farm eben auch ein ganz normaler Job, für den man einen Bewerbungsprozess durchlaufen, und beweisen muss, dass man der Beste ist.

6_kleinSei realistisch

Farmarbeit wird manchmal mit sehr romantischen Bildern assoziiert – traumhafte Landschaften, der Geruch von frischem Stroh, Schmusen mit kleinen Lämmern und natürlich ganz viel Spaß. So wie es in manchen Filmen dargestellt wird, ist das Farmleben aber natürlich nicht. Beim WWOOFing erhält man freie Kost und Logis, und muss dafür auch einiges leisten. Meist bedeutet das körperlich anstrengende, manchmal auch monotone Arbeit für ungefähr 6 Stunden am Tag.

Die harte Arbeit wird natürlich von den positiven Seiten der Farmarbeit mehr als aufgewogen. Dennoch solltest du dich genau darüber informieren, was dich erwartet, um realistisch in die Farmarbeit einzusteigen. Dann bleiben auch die bösen Überraschungen aus und man hat nicht solche Schwierigkeiten, sich an die Gegebenheiten anzupassen.

7_klein Schaffe Klarheit

Bevor man sich auf den Weg zu einem der WWOOF-Hosts macht, sollte man einige Dinge klären. Frag unbedingt nach, was für Tätigkeiten erwartet werden, wie lange du am Tag arbeiten sollst und wie die Unterbringung aussehen wird. Auch die Art der Verpflegung sollte abgeklärt werden, oder vielleicht auch, ob es noch andere WWOOFer auf der Farm gibt. In diesem Fall solltest du wirklich jegliche Scham über Bord werfen und direkt nachfragen, damit am Ende keine böse Überraschung auf dich wartet. Eine klare Absprache gibt nicht nur dir, sondern auch deinem Host die Sicherheit, dass die Erwartungen erfüllt werden können.

Hier fehlt noch etwas?

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Kategorie: Allgemein, Farm - & Rancharbeit, WWOOF

Jana Kucharczyk

Über den Autor ()

Jana Kucharczyk bekam schon seit früher Kindheit ein Gefühl für die unterschiedlichen Länder und Kulturen dieser Welt. Bereits ab 5 Jahren durfte sie internationale Geschäftsreisen ihres Vaters begleiten und erhielt so ganz persönliche Einblicke in die Besonderheiten jedes Landes. Im Laufe der Jahre konnte sie mit ihrer Familie schon Namibia, Südafrika, Kanada und viele Länder Europas bereisen und hat mittlerweile selbst eine lange Reiseliste. Da Jana kurze Urlaube nicht ausreichen um all die Länder und Kulturen richtig kennenzulernen, wagt sie zusammen mit ihrem Freund jetzt den Schritt in ein ortsunabhängiges Leben.

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