6 | Johannas Neuseeland-Blog: Farmarbeit am Ende der Welt Der Alltag im Paradies: Arbeiten in Hawkes Bay

| 13. Februar 2016 | 0 Kommentare

Johanna ist aktuell in Neuseeland als Work & Travellerin unterwegs und hat sich dazu entschieden, sich ihren Unterhalt mit der Farmarbeit zu verdienen. Sie liebt Pferde und die Arbeit an der frischen Luft. Sie berichtet regelmäßig hier im Magazin über ihre verschiedenen Etappen, Jobs und Erlebnisse. Zusätzlich hat sie immer wieder nützliche Tipps für andere Working Holiday Maker parat und lässt uns an all ihren Abenteuern teilhaben. Ab Januar hieß es:  Pferde reiten, einreiten, am Strand reiten, im Fluss reiten und am Ende des Monats Geld dafür bekommen. Auf einer kleinen Farm an der Ostküste der Nordinsel durfte Johanna 2 Monate lang arbeiten und einen paradiesischen Alltag genießen.

Junge Frau mit Üferd im Vordergrund, älterer Mann im HintergrundMein Tagesablauf:

6:30 – 7:00 Yoga
7:00 – 7:30 Frühstück
7:30 – ca. 17:00 Pferde reiten/ mich um deren Verkauf kümmern
ab 17:00 Feierabend: Abendessen, Joggen & Lesen

Meine Tage sahen also meist ziemlich gleich aus und nach und nach wurden die Pferde weniger.

Jedes Pferd sollte mit dem Wasser vertraut gemacht werden, den Strand und den Fluss gesehen haben und sicher an der Straße sein. Insgesamt hatte ich eine Liste mit 15 Pferden zwischen 3 und 9 Jahre alt die verkauft werden sollten. Da die Pferde zudem sehr schön aussahen war die Nachfrage groß und fast alle haben glückliche neue Besitzer gefunden.

Für alle, die dem grauen Alltag in Deutschland entfliehen möchten ist dies die Möglichkeit endlich ihre Träume zu leben.

Zwei ausreitende junge Frauen, von hintern fotografiert, mit Blick auf das Meer

Mein Tipp:

Warum warten? Du liebst Pferde? Du liebst die Sonne & den Strand?

In Neuseeland kannst du es alles haben, den ganzen Tag lang. Ohne dir irgendwelche Sorgen oder Gedanken machen zu müssen,
für Kost und Logis ist immer gesorgt und mit etwas Glück auch ein bisschen Geld.

Lebe deinen Traum doch einfach und gib zum Beispiel bei helpx.net das Stichwort „horse“ ein, dann findest du sofort alle Farmen die Hilfe bei der Arbeit mit Pferden haben möchten.

Strandausritt aus der Sicht des Reiters

Glückliche Pferde, glückliche Menschen

Die Pferde dort stehen Tag und Nacht draußen, auf der Wiese oder im Wald. Sie sind ausgeglichen und glücklich und deswegen auch sehr angenehm zu trainieren und zu reiten.

Die meisten Menschen denen wir Pferde verkauft haben möchten ein sicheres Freizeitpferd. Ein Pferd mit dem man Spaß haben kann und das sicher im Gelände geht. Genau deswegen lag der Schwerpunkt der Arbeit darauf den Pferden so viele Anreize wie möglich zu geben. Dann lieben die Pferde die Arbeit genauso wie die Menschen. Deswegen fahren selbst erfolgreiche Turnierreiter in Neuseeland so oft es geht mit ihren Pferden an den Strand.

Besonders erfolgreich und ein gutes Beispiel sind die drei Wilson Schwestern. Wer in Neuseeland mit Pferden arbeitet kommt nicht drum herum sie kennenzulernen. Die drei Schwestern spiegeln in ihrer Fernsehserie die Arbeit mit Pferden in Neuseeland wunderbar wieder. Sie sind erfolgreiche Springreiterinnen bei denen der Spaß an der Arbeit mit Pferden aber nie zu kurz kommt. Außerdem setzten sie sich sehr intensiv für die Kaimanawas (die Wildpferde Neuseelands ein) und in ihren Dokumentationen kann man viel darüber lernen:

>> weitere Videos findest du auf dem Youtube Kanal der Wilson Schwestern

Alltagszauber

Und selbst wenn du nicht mit Pferden arbeitest, nutze die Chance in den Alltag Neuseelands einzutauchen. Bleibe eine Zeit lang an einem  Ort und nimm dir Zeit die kleinen Dinge des Alltags zu genießen. Manchmal reisen wir viel zu schnell und wollen in kurzer Zeit viel zu viel sehen.

Mit einem festen Job an einem schönen Ort hast du die Möglichkeit dich von dem Reisestress zu erholen. Es muss nicht immer jeden Tag Abenteuer, Action, Wandertouren und Roadtrips geben. Wenn du die Zeit hast gönne dir die Gelassenheit Neuseelands zu genießen. Denn genau das zeichnet Neuseeland aus! Hier ist ein Alltag ohne Stress möglich. Die Kiwis sind entspannte, glückliche Menschen die auch an der Supermarktkasse Zeit für ein Gespräch haben oder in der Bank mit Vornamen angeredet werden. Deswegen stresse dich nicht zu sehr damit was du während deines Aufenthalts alles sehen und erleben möchtest sondern lass dich von der Gelassenheit der Kiwis verzaubern und verweile eine Zeit lang da wo es besonders schön ist.

Hier weiterlesen:

>> Teil 1 | Ein Anfang wie er nich schöner sein könnte

>> Teil 2 | Auto kaufen in Neuseeland & Prepaid Handy

>> Teil 3| Johanna’s Pferdejob in Neuseeland

>> Teil 4 | Ein Monat Roadtrip – Wandern und andere Abenteuer

>> Teil 5 |A Kiwi Christmas: Weihnachten in Neuseeland

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Kategorie: Allgemein, Erfahrungsberichte & Interviews, Farm - & Rancharbeit, Farmarbeit mit Tieren, Working Holidays

Johanna

Über den Autor ()

Schon sehr früh hat sie entdeckt, dass außerhalb der Kleinstadt eine wunderbare Welt wartet und entdeckt werden muss. In Bussen und Zügen wurde Europa erkundet und auf unzähligen Couchsurfer-Sofas geschlafen. Nach zwei Jahren in Hamburg, im „normalen“ Leben in einem 40 Stunden Job als Bioglogisch-technische Assistentin war klar, dass die Welt und das Leben noch mehr zu bieten haben. Daraufhin kündigte die damals 23-Jährige um der Alltagsroutine zu entfliehen. Mit einer großen Leidenschaft für Pferde, Natur und das Farmleben bietet jeder Tag neue Abenteuer und Herausforderungen auf den Farmen dieser Welt. Nach 14 Monaten in Kanada reist sie nun durch Neuseeland und verbringt ihrer Zeit damit junge Pferde zu trainieren, Kühe zu melken, Kälber zu füttern und mit dem Quad über die hügeligen Wiesen zu fahren. Mal schauen, wo es sie danach hintreibt ;-)

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