5 | Johannas Neuseeland-Blog: Farmarbeit am Ende der Welt A Kiwi Christmas: Weihnachten in Neuseeland

| 7. Januar 2016 | 0 Kommentare

Johanna ist aktuell in Neuseeland als Work & Travellerin unterwegs und hat sich dazu entschieden, sich ihren Unterhalt mit der Farmarbeit zu verdienen. Sie liebt Pferde und die Arbeit an der frischen Luft. Sie berichtet regelmäßig hier im Magazin über ihre verschiedenen Etappen, Jobs und Erlebnisse. Zusätzlich hat sie immer wieder nützliche Tipps für andere Working Holiday Maker parat und lässt uns an all ihren Abenteuern teilhaben. Wie feiern die Kiwis Weihnachten und wie rutscht man am Ende der Welt ins Neue Jahr? Im fünften Teil von Johannas Blog erfahrt ihr es!Weihnachtmann-Pappaufsteller vor einem Zaun

Vom 1. bis zum 21.Dezember habe ich jeden Tag damit verbracht Weihnachtsbäume zu verkaufen. Besonders spannend war für mich so für ein kleines Taschengeld  sehr viele interessante und nette Menschen kennenzulernen. Ganz nebenbei bin ich jetzt auch Weihnachtsbaumexpertin.

Die Arbeit war Morgens zwar anstrengend und die Tage lang, aber den Großteil des Tages musste ich nur neben meinen Weihnachtsbäumen sitzen und hatte viel Zeit zum lesen oder quatschen. Meinen 27sten Geburtstag Mitte Dezember habe ich dann ganz unspektakulär mit den Weihnachtbäumen verbracht. Die Freude war allerdings groß als ich am Ende des Tages Geschenke und eine Geburtstagstorte bekommen habe 🙂 Da wurde mich mir erst bewusst wie glücklich ich mich schätzen kann, dass in einem Land in dem ich erst seit 3 Monaten als Reisende unterwegs bin, weit weg von Familie und Freunden, mir schon jemand so ein Geschenk macht.

Weihnachtliche Wegweise, die zu einem Weihnachtsbaum-Verkauf führen

Weihnachten im Strandhaus

Weihnachtsbaum aus Holzlatten, mit GeschenkenEine Familie die ich über helpx kennengelernt habe hat mich eingeladen Weihnachten mit ihnen im Strandhaus zu verbringen. Es war auch kein Problem, dass noch ein Freund von mir den ich beim Weihnachtsbäume verkaufen kennengelernt habe mitkommen wollte. Typisches Weihnachtsessen ist in Neuseeland BBQ, denn weil es Sommer und warm ist wird am liebsten draußen gegrillt. In Neuseeland ist Weihnachten nur am 25.Dezember. Heiligabend, einen ersten und zweiten Weihnachtstag feiert man dort nicht. Dafür gibt es am 25. den ganzen Tag viel leckeres Essen, Geschenke und die ganze Familie kommt zusammen. Obwohl es zu Weihnachten keinen Schnee und Winter gibt übernehmen die Neuseeländer viel Dekoration und Tradition von der anderen Seite der Erde. Dabei träumen sie von weißen Weihnachten und dem Weihnachtsmann auf seinem Schlitten. Ich habe diesen Tag im Strandhaus und am Strand verbracht und es hat sich für mich eigentlich gar nicht wie Weihnachten angefühlt.

Mein Tipp für die Feiertage in Neuseeland:

Wenn du die Möglichkeit hast Familienanschluss über helpx, woofing oder Freunde zu bekommen nutze diese Gelegenheit. Viele Reisende tun sich an den Feiertagen zusammen und feiern mit anderen Deutschen und kochen oder machen das was sie sonst in Deutschland machen würde. In einem anderen Land zu sein bedeutet andere Traditionen kennenzulernen und die meisten Familien nehmen Reisende herzlich gerne auf um ihnen ein Familienfest weit weg von der eigenen Familie zu ermöglichen.

Rhythm & Vines: Wo Neuseelands Jugend ins Neue Jahr tanzt

Nachdem ich nun bereits einige Monate in Neuseeland gelebt habe wurde mir von allen Seiten das Rhythm & Vines Festival empfohlen. In Neuseeland gibt es nicht besonders viele oder große Festivals und man kann die „Festivalkultur“ auf keinen Fall mit Europa vergleichen. Für die meisten jungen Menschen ist das 3 tägige R&V über Neujahr ein absolutes Highlight und schon Jugendliche können es nicht abwarten wenn sie mit 18 Jahren endlich dort feiern können. Ein Freund von mir ist seitdem er 18 ist jedes Jahr dort und meine Schwester die vor 4 Jahren in Neuseeland war hat ebenfalls die Silvesternacht dort verbracht. Zwar schien die Sonne nicht, aber ich konnte trotzdem ohne Jacke die ganze Nacht feiern. Das Festival geht über drei Tage, meine Freunde und ich fuhren aber nur für die Silvesternacht nach Gisborne (an der Ostküste der Nordinsel). Eigentlich mag ich Festivals nicht so gerne wollte aber gerne eine Nacht tanzen und feiern um so ins erste Neujahr der Welt zu kommen. Es lohnt sich das Festival einmal gesehen zu haben, mein Fazit fällt im Nachhinein aber eher nüchtern aus. Die Kosten für den Eintritt und Getränke sind leider sehr hoch. Es gab zwar drei Bühnen aber die Musik war überall gleich, das heißt wenn man nicht gerne zu Dubstep tanzt hatte man keine anderen Möglichkeiten. Für die jungen Kiwis ist das Festival dennoch ein absolutes  Highlight weil sie drei Tage lang besonders viel feiern können. Für alle die drei Tage inmitten eines Weinbergs mit vielen jungen Menschen feiern möchten, ist das Rhythm & Vines eine gute Möglichkeit. Wer aber nicht unbedingt für viel Geld viel trinken möchte für den gibt es auch kleinere kostengünstigere Alternativen.
Am Strand von Napier gab es zum Beispiel ein kostenloses Konzert und ein langes Feuerwerk. Ich bin auf dem Rhythem & Vines in Begleitung meiner Freunde sehr gut in das neue Jahr gekommen und saß einen Tag später schon wieder auf dem Pferd. Denn ab Januar hatte ich einen neuen Job als Pferdetrainerin auf einer kleinen Farm.

Hier weiterlesen:

>> Teil 1 | Ein Anfang wie er nich schöner sein könnte

>> Teil 2 | Auto kaufen in Neuseeland & Prepaid Handy

>> Teil 3| Johanna’s Pferdejob in Neuseeland

>> Teil 4 | Ein Monat Roadtrip – Wandern und andere Abenteuer

>> Teil 6 | Der Alltag im Paradis

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Kategorie: Allgemein, Erfahrungsberichte & Interviews, Working Holidays

Johanna

Über den Autor ()

Schon sehr früh hat sie entdeckt, dass außerhalb der Kleinstadt eine wunderbare Welt wartet und entdeckt werden muss. In Bussen und Zügen wurde Europa erkundet und auf unzähligen Couchsurfer-Sofas geschlafen. Nach zwei Jahren in Hamburg, im „normalen“ Leben in einem 40 Stunden Job als Bioglogisch-technische Assistentin war klar, dass die Welt und das Leben noch mehr zu bieten haben. Daraufhin kündigte die damals 23-Jährige um der Alltagsroutine zu entfliehen. Mit einer großen Leidenschaft für Pferde, Natur und das Farmleben bietet jeder Tag neue Abenteuer und Herausforderungen auf den Farmen dieser Welt. Nach 14 Monaten in Kanada reist sie nun durch Neuseeland und verbringt ihrer Zeit damit junge Pferde zu trainieren, Kühe zu melken, Kälber zu füttern und mit dem Quad über die hügeligen Wiesen zu fahren. Mal schauen, wo es sie danach hintreibt ;-)

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