2 | Johannas Neuseeland-Blog: Farmarbeit am Ende der Welt Autokauf und Pre Paid Handys

| 1. November 2015

Johanna ist aktuell in Neuseeland als Work & Travellerin unterwegs und hat sich dazu entschieden, sich ihren Unterhalt mit der Farmarbeit zu verdienen. Sie liebt Pferde und die Arbeit an der frischen Luft. Sie berichtet regelmäßig hier im Magazin über ihre verschiedenen Etappen, Jobs und Erlebnisse. Zusätzlich hat sie immer wieder nützliche Tipps für andere Working Holiday Maker parat und lässt uns an all ihren Abenteuern teilhaben. Im zweiten Teil der Serie berichtet sie vom Autokauf und gibt Tipps zur Handykarte.

Auto auf Campingplatz in Neuseeland

Brauche ich ein Auto in Neuseeland und wie sieht es mit dem Handy aus?

Auto kaufen: Ja oder nein?

Eigentlich dachte ich, dass ich auch sehr gut ohne Auto von einer Farm zur nächsten kommen werde und mir das viele Geld lieber spare. Dabei habe ich leider nicht bedacht, dass die meisten Farmen natürlich weit außerhalb liegen und mich immer jemand bringen und abholen muss. Außerdem sind die größeren Städte oft weit weg. Nach einigem Kopfzerbrechen und durchrechnen schien es dann doch günstiger mit dem Auto zu reisen. Letztendlich hat ein eigenes Auto so viele Vorteile, dass nur das viele Geld ein Gegenargument war und Geld kann man schließlich wieder neu verdienen. Zum Glück war die Farmbesitzerin eine große Hilfe bei der Autowahl da sie schon vielen Work&Travellern ein Auto vermittelt hat und schon zwei Tage später hat sie mich morgens nach dem Melken mit nach Auckland genommen und ich konnte nur 2 Stunden später mit meinem eigenen Auto wieder zurück fahren. Die Entscheidung kam zudem genau zum richtigen Zeitpunkt denn der Dollarkurs stand zu meinem Vorteil und als ich die 1350 Dollar für das Auto abholen wollte war die Freude groß da es nur 700 Euro waren.

Wissenswertes zum Autokauf

Am besten ist es wenn man Unterstützung von Einheimischen bekommen kann vor allem wenn man nicht grade selber ein Autokenner ist. Wenn man auf einer Farm arbeitet wird man meist so gut in die Familie integriert, dass man nicht mehr auf sich alleine gestellt ist, vielleicht kann man aber auch Couchsurfer oder Arbeitskollegen fragen. Zu Beachten beim Autokauf ist die Warrant of Fitness, so etwas wie der deutsche TÜV. Ausgestellt wird diese immer für 6 Monate und es ist von Vorteil wenn man ein Auto kauft dessen WOF nicht sofort wieder abläuft. Nachdem man sich für ein Auto entschieden hat macht man eine Testfahrt und muss zum Post Office um einen Change of Ownership zu machen. Dabei muss man eine Adresse angeben zu der die Papiere geschickt werden, es ist also wichtig vorher zu klären welche Adresse man angibt. Wenn man mit Kreditkarte bezahlen möchte kommen zusätzliche Gebühren hinzu, es ist von Vorteil bei einer Bank vorbei zu gehen und Bargeld abzuholen. Da es an den Automaten ein Limit gibt muss man zum Schalter gehen, seinen Reisepass zeigen und kann so auch größerer Summen Bargeld abheben. So schnell geht es und man ist um viel Geld ärmer und ein kleines Auto reicher. Um die Versicherung muss man sich dann selber kümmern und es gibt einige Reisende die ihr Auto nicht versichern. Dabei ist es wieder ein großer Vorteil wenn man lokale Hilfe bekommt. Bei einem sehr günstigen Auto reicht eine Third Party Versicherung, was bedeutet, dass nur andere Autos versichert sind. Das ist wichtig, da immer etwas passieren kann und eine Menge sehr teure Autos auf den Straßen unterwegs sind. Die Versicherung kann am Telefon abgeschlossen werden und kostet ca 70 Dollar im Monat und kann jederzeit gekündigt werden. Zum Beispiel hier: https://www.youi.co.nz/

Pre Paid Handykarte

Eigentlich wollte ich den günstigsten Weg gehen und mir nur eine pre Paid Simkarte kaufen. Mein deutsches Handy konnte aber die neuseeländische Karte nicht lesen und so musste ich mir zusätzlich ein neues Handy für 29 Dollar holen. Dafür habe ich nun einen monatlichen Plan für 9 Dollar und kann telefonieren und SMS schreiben.

Hier weiterlesen:

>> zurück zu Teil 1 | Ein Anfang, wie er schöner nicht sein könnte…

>> Teil 3 | Strandausritte und andere Träume

>> Teil 4 | Ein Monat Roadtrip – Wandern und andere Abenteuer

>> Teil 5 |A Kiwi Christmas: Weihnachten in Neuseeland

>> Teil 6 | Der Alltag im Paradies: Arbeiten in Hawkes Bay 

Weitere Erfahrungsberichte aus Neuseeland gibt es hier:

>> Erfahrungsberichte von der Farmarbeit in Neuseeland

Du willst Neuseeland live erleben?

Dann finde hier ein Working Holiday Programm für Neuseeland, das zu dir passt:

>> Working Holiday Programme für Neuseeland

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Kategorie: Allgemein, Erfahrungsberichte & Interviews

Johanna

Über den Autor ()

Schon sehr früh hat sie entdeckt, dass außerhalb der Kleinstadt eine wunderbare Welt wartet und entdeckt werden muss. In Bussen und Zügen wurde Europa erkundet und auf unzähligen Couchsurfer-Sofas geschlafen. Nach zwei Jahren in Hamburg, im „normalen“ Leben in einem 40 Stunden Job als Bioglogisch-technische Assistentin war klar, dass die Welt und das Leben noch mehr zu bieten haben. Daraufhin kündigte die damals 23-Jährige um der Alltagsroutine zu entfliehen. Mit einer großen Leidenschaft für Pferde, Natur und das Farmleben bietet jeder Tag neue Abenteuer und Herausforderungen auf den Farmen dieser Welt. Nach 14 Monaten in Kanada reist sie nun durch Neuseeland und verbringt ihrer Zeit damit junge Pferde zu trainieren, Kühe zu melken, Kälber zu füttern und mit dem Quad über die hügeligen Wiesen zu fahren. Mal schauen, wo es sie danach hintreibt ;-)

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