Die 5 coolsten Farm-Jobs für Work & Traveller in Australien

| 28. September 2016 | 0 Kommentare

Work & Traveller in Australien haben bei der Suche nach einem Farm-Job eine große Auswahl. Die Landwirtschaft und Viehzucht spielt in dem Riesenland am anderen Ende der Welt eine große Rolle und Work & Traveller werden für Jobs in diesem Bereich gern eingestellt. Es gibt sowohl bezahlte als auch unbezahlte Farm-Jobs in Australien. Die bezahlten Jobs sind körperlich oft sehr anstrengend und monoton, dafür kannst du teilweise wirklich gutes Geld verdienen. Jobs für freie Kost und Logis sind naturgemäß entspannter, du kannst viel über Tiere und Landwirtschaft lernen und einfach mal vom stressigen Leben in der Stadt abschalten. Natürlich musst du auch dort ein paar Stunden pro Tag mitanpacken, aber es geht in der Regel etwas gelassener zu. Doch welcher Farm-Job in Australien ist der Richtige für dich? In diesem Beitrag zeigen wir dir die 5 coolsten Farm-Jobs, die du als Work & Traveller in Australien machen kannst. 

Zahl 1Jobben auf einer Outback-Ranch

Schafherde im Stall

Das Outback gehört zu Australien wie das Opera House nach Sydney. So ziemlich jeder Work & Traveller möchte die riesige, rote Wüste hautnah erleben. Als Work & Traveller auf einer Outback-Farm oder Ranch erlebst du diesen faszinierenden Fleck Erde tiefgründig, statt einfach nur durchzureisen. Du lebst bei einer echten Outback-Familie und erfährst, was es bedeutet, in einem so einzigartigen, teilweise aber auch unwirtlichen Gebiet Landwirtschaft zu betreiben. Da im trockenen australischen Outback kaum etwas wächst, gibt es dort hauptsächlich Rinder-, Pferde- und Schaf-Ranches, auf denen du als Work & Traveller arbeiten kannst. Da die riesigen Rinderherden meist mit Pferden eingetrieben werden, solltest du gut reiten können. Auch ein Motorradführerschein ist auf den wirklich riesigen Outback Ranches von Vorteil. Je nach deinen Erfahrungen und den jeweiligen Anforderungen, ist der Job entweder bezahlt oder unbezahlt. Eine Zeit lang auf einer Outback Farm zu leben und zu arbeiten, einzigartige Sonnenaufgänge und den sternenbehangenen Nachthimmel zu bestaunen, ist aber definitiv unbezahlbar!

2_kleinWeinlese auf einem traditionellen Vineyard

Ob Shiraz, Cabernet oder Chardonnay – Australien produziert großartigen Wein und besitzt demzufolge auch viele Weinanbaugebiete im Süden des Landes, wo das Klima etwas gemäßigter ist als im Norden. Die größten Weingebiete findest du in den Bundesstaaten Victoria, New South Wales, South Australia sowie im südlichen Western Australia. Dort schmiegen sich die saftig grünen Weinfelder malerisch in die Landschaft. Milliarden australische Dollar verdient das Land jedes Jahr mit dem Export seines köstlichen Rebensaftes. Daran kannst auch du als Work & Traveller mitverdienen. Während der Erntezeit, vor allem im März und April, gibt es zahlreiche Jobs für Work & Traveller. Die Weinlese zählt zu den entspanntesten Fruitpicking-Jobs und ist bei weitem nicht so anstrengend, wie etwa Melonen oder Bananen zu ernten. Die Bezahlung ist zwar oft etwas schlechter als zum Beispiel auf den Bananenplantagen, aber um die Reisekasse ein wenig zu füllen und dann weiterzuziehen, reicht es allemal. Außerdem arbeitest du inmitten wunderschöner Landschaften, was viel entspannter ist. Da die Ernte außerdem hauptsächlich im März und April erfolgt, ist es dann auch nicht mehr so heiß auf den Feldern.

3_kleinJob als Pferde-Au-pair

Viele Work & Traveller träumen von einem Farm-Job mit Pferden. In Australien hast du viele Möglichkeiten dazu, denn dort gibt es viele Zuchtbetriebe und Ranches mit Pferden. Wenn du noch nicht ganz so viel Erfahrung mitbringst, ist die Tätigkeit als Pferde-Au-pair ideal. Natürlich solltest du dich bereits ein wenig mit den Tieren auskennen, vieles lernst du aber auch direkt vor Ort. Du kümmerst dich unter anderem um die Stallpflege, die Pflege und das Versorgen der Vierbeiner, bereitest sie ggf. auch auf Turniere oder für längere Ausritte vor. Je nach den Anforderungen des jeweiligen Hofes und deinen eigenen Interessen, kannst du auch noch andere Aufgaben übernehmen. Der Job ist also sehr vielfältig, du lernst viel über Haltung und Pflege der Vierbeiner sowie auch den Alltag in Australien, da du bei einer Gastfamilie lebst. In deiner Freizeit kannst du selbst ausreiten und die großartige Natur um dich herum erkunden. Mitunter bekommen Pferde-Au-pairs auch kostenlosen Reitunterricht auf ihrem Gasthof. Meist bekommst du bei diesen Jobs ein wöchentliches Taschengeld sowie freie Unterkunft und Verpflegung.

4_kleinIn einem kleinen Bio-Betrieb mithelfen

Junge Frau mit Lamm und Hund

Auch wenn die Jobs auf den großen Ranches in Australien sicherlich spannend und mitunter auch richtig gut bezahlt sind, handelt es sich doch oft um riesige Hightech-Farmen, die mit der ursprünglichen Bauernhof-Romantik so viel gemeinsam haben wie das Outback mit einer Metropole wie Sydney. Dessen solltest du dir auf jeden Fall bewusst sein, bevor du einen Job auf einer australischen Ranch oder Mega-Farm annimmst. Wenn das nichts für dich ist, wird dir wahrscheinlich ein Job auf einer australischen Organic Farm besser gefallen. Auch die sind mittlerweile natürlich zum Teil hochtechnisiert, doch wenn du ein bisschen suchst, findest du auch kleine Bio-Höfe, wo die Uhren noch ein bisschen anders ticken. Mit etwas Glück lernst du dort viel über alternative Lebensweisen, alte Obst- und Gemüsesorten sowie eine Landwirtschaft jenseits von Pestiziden, Land- und Tierausbeutung. Wer Erfahrungen mitbringt, kann in kleinen Bio-Betrieben auch eine bezahlte Stelle finden. Die meisten Stellen gibt es jedoch für freie Kost und Logis und du findest sie vor allem über Programme wie WWOOF (World Wide Opportunities on Organic Farms) oder Work-Exchange-Programme.

5_kleinArbeiten auf einer Bananen-Plantage

Junger Mann erntet Bananen

Dieser Job ist zwar nicht wirklich cool, sondern eher verdammt hot, schließlich herrschen auf Bananenplantagen im tropischen Norden des Landes oft Extremtemperaturen. Das Coole daran ist jedoch: Du kannst als Work & Traveller ziemlich gutes Geld damit verdienen und so deine Weiterreise finanzieren. Da die Arbeit wirklich hart, heiß und monoton ist, würde sie vermutlich niemand für wenig Geld machen. Daher ist der Lohn oft höher als bei weniger anstrengenden Fruitpicking-Jobs. Außerdem ist es auch eine ganz besondere Erfahrung, denn wer hat hierzulande schon mal eine Bananenplantage gesehen? Als Work & Traveller dagegen lernst du den gesamten Prozess kennen – vom Pflanzen über die Pflege hin zum Ernten, Sortieren und Verpacken. Der Gedanke an den baldigen steilen Anstieg auf dem Konto sowie die Zusammenarbeit mit anderen Work & Travellern versüßt die harte Arbeit außerdem.

Fazit

Prinzipiell gibt es in Australien zwei Arten von Farm-Jobs: Die sogenannten Fruitpicking-Jobs (Erntehilfe) und die Arbeit auf traditionellen Farmen und Ranches, wo du meist mehr mit Tieren zu tun hast und die Aufgaben etwas vielfältiger sind. Die Erntehilfe-Jobs zählen zu den beliebtesten Tätigkeiten von Work & Travellern in Down Under, da man damit schnell relativ viel Geld  verdienen kann. Bei den echten Farm- und Ranchjobs lernst du dagegen viel über die Landwirtschaft mit Tieren, den Alltag im Gastland und hast meist mehr Kontakt zu Einheimischen als beim Fruitpicking. Wenn du allerdings noch keine nennenswerten Erfahrungen mitbringst, bekommst du bei diesen Jobs meist nur freie Kost, Logis und manchmal ein wöchentliches Taschengeld.

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Über den Autor ()

Julia Schneider ist seit ihrem einjährigen Work & Travel-Aufenthalt in Australien direkt nach dem Abitur mit dem Reisevirus infiziert. Deshalb studierte sie Tourismus-Management in den Niederlanden sowie Kulturwissenschaften an der Viadrina in Frankfurt/Oder und Madrid. Sowohl während des Studiums als auch danach nutzte Julia jede Gelegenheit, neue Länder, Kulturen und Sprachen zu entdecken. Am liebsten ist sie in Südamerika und Osteuropa unterwegs. Seit 2012 arbeitet sie ortsunabhängig als freie Texterin, Online-Redakteurin und Journalistin. Ihre Schwerpunkthemen sind Reisen, Arbeiten & Leben im Ausland, digitale Nomaden und Nachhaltigkeit. Derzeit plant sie längere Aufenthalte in Asien und Südafrika.

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